Der Verein mit Tradition feierte bereits sein 100 jähriges Bestehen.
Bereits im Jahre 1891 wurde im Halltal das erste Rodelrennen zwischen dem Alpenverein „Wilde Bande“ Innsbruck und den sogenannten „Wasserern und Freizeithütern durchgeführt.
Der Betriebsleiter Fritz Krüse gründete 1904 den Rodelhort innerhalb des Verschönerungsvereins Absam. 1933 erfolgte dann die Loslösung und damit war die Eigenverantwortung mit dem Namen RV-Halltal-Absam gegeben.
Von diesem Zeitpunkt an ging es durch fachkundig engagierte Obmänner mit dem Rodelverein stetig bergauf.
Nach dem Krieg kam mit der Einführung der Titze – Rodel eine epochale Wende im Rodelsport, wobei sich die Gebrüder Weißnicht (Bertl/Toni) mit der Entwicklung der Weißnicht-Rennrodel – die mit ihrer spez. Eigenart als Bahnbrechtend angesehen werden kann – einen Namen machten.
Die Absamer hatten nun Gelegenheit sich mit dem neuen Gerät vertraut zu machen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Erfolge gaben ihnen Recht.
Die erfolgreichsten Rodler waren sicher:
- Sturm Sepp
- Unterfrauner Franz und Josef
- Sponring Hans
- Fischler Anton
- Feistmantl Ernst, Karl, Richard und Josef
- Weißnicht Toni und Albert
- Laimgruber Michel und Ernst
- Sturm Hilde
- Possmoser Johanna
- Weißnicht Anni
- Laimgruber Melitta
- Mayr Annemarie
Im Jahre 1956 konnte zum erstenmal in der Geschichte des Rodelvereins ein Europameistertitel von Laimgruber Willi/Unterfrauner Josef im Doppel errungen werden. Der Höhepunkt war sicher die Goldmedaille von Feistmantl/Stengl bei der Olympiade 1964 in Igls. 1967 gab es noch einen Europameistertitel im Doppelsitzer für Feistmantl Jos/Bichl Willi. 1969 gewann Feistmantl Josef
bei der WM im Einsitzerbewerb die Goldmedaille, die er aber der Mannschaft des tödlich verunglückten polnischen Sportlers übergab.
Am 14.12.1968 beschloss die Generalversammlung auf Vorschlag von unserem Olympiasieger Feistmantl Josef eine Umbenennung des Vereins auf
RV-Swarovski-Halltal-Absam , der einstimmig angenommen wurde.
In den siebziger Jahren - bis 1981 hatten wir mit Angelika Schafferer aus Rinn eine Athletin, die durch ihre Ergebnisse bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcuprennen und nationalen Meisterschaften den RV-Swarovski-Halltal-Absam hervorragend vertrat.
Als 1984 Toni Weißnicht aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat und Anton Fischler an seine Stelle trat, wuchs auch immer mehr der Wunsch nach einer eigenen Rodelbahn in Absam. Der Obmann hatte eine geeignete Streckenführung gefunden, die dann am 27.12.1986 feierlich eingeweiht wurde.
1992 erlebte der Verein wieder einen neuen Aufschwung,
als sich 9 Jugendliche bei Testfahrten in Igls für die Kunstbahn begeistern konnten. Schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein. So war es nur mehr eine Frage der Zeit bis Absamer Rodler wieder ganz oben stehen.
Bei der WM 2003 in Sigulda war es soweit. Das Brüderpaar
Andreas und Wolfgang Linger setzte die Tradition fort und holte Gold im Doppelsitzer und Bronze mit der Mannschaft.
Gerade recht zur 100-Jahr-Feier des Vereins eroberten
sie bei der Europameisterschaft Bronze im Doppel sowie in der Mannschaft. Grandios auch das Abschneiden des Junioren-Doppels Peter Penz/Georg Fischler. Sie holten Gold bei der
Junioren-Weltmeisterschaft in Calgary und Silber mit der Mannschaft.
Einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte des Vereins stellte der Olympiasieg 2006 in Turin im Doppelsitzerbewerb durch das Brüderpaar Linger/Linger dar.
2010 fuhren Linger/Linger in Vancouver wieder zum
Olympiasieg, nachdem sie bereits vorher in Sigulda den
Europameistertitel erringen konnten.