Nico, Jonas, Wolfi: 4. – 2. – 1. Platz im fünften Trainingslauf, und 7. – 8. – 3. Platz im sechsten. In Sachen Konstanz können sich auch die Italiener und Deutschen nicht wirklich aus der Deckung wagen. Klarheit, wer vor dem Herren-Finale am Samstag und Sonntag als klarer Favorit gilt, gibt es noch nicht. Höchstens eine vage Tendenz – und die deutet auf die üblichen Verdächtigen hin.
„In meinen Läufen waren es immer diese verdammten Zweizehntelsekunden, die mir gefehlt haben, obwohl wir wirklich alles versucht haben – auch mit dem Material“, erklärt Nico, nachdem er seinen sechsten Trainingslauf hinter sich gebracht hat. Doch er ist nicht der Einzige, der sich vor dem ersten Medaillenlauf mehr erhofft hatte. Die Ergebnisse der Herren sind einfach zu unterschiedlich, als dass schon ein klarer Favorit auszumachen wäre. Selbst die italienischen Rodler, die auf heimischem Boden rodeln, konnten den Vorteil der Strecke nicht richtig nutzen und hatten in den letzten beiden Trainingsläufen nicht das Tempo, das man von ihnen gewohnt ist.
Trotz allem bleibt Wolfi Kindl derjenige, der die gesamte Trainingsserie mit am konstantesten durchgezogen hat: 2. – 2. – 3. – 3. – 1. – 3. Platz. Und selbst Max Langenhan, der im fünften Lauf noch auf Platz 17 landete, konnte im sechsten Lauf plötzlich glänzen und fuhr die Bestzeit.
Für uns Rodelfans bedeutet das: Spannender geht’s kaum! Die Top-5-Plätze sind so offen wie selten, alles kann passieren. Der Ausgang der Herren-Konkurrenz in Cortina ist fast so ungewiss wie nie zuvor. Besonders, wenn man bedenkt, dass der Olympiasieger erst nach vier Läufen feststehen wird. Und wer sich erinnert, weiß, dass David Gleirscher und Felix Loch 2018 in Pyeongchang ein ähnliches „Abenteuer“ durchgemacht haben.
Jetzt steht erstmal die Eröffnungsfeier auf dem Plan, die heute Abend in Mailand und auch ein bisschen in Cortina stattfindet. „Wahrscheinlich bleiben wir im Olympischen Dorf“, sagt Nico, der noch nicht ganz sicher ist, wie der Abend verlaufen wird. „Morgen dann vielleicht noch eine Physio-Einheit vor dem Wettbewerb, ein bisschen Würfeln und Konzentration aufbauen“, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Ganz klar – die Ruhe vor dem Sturm.
Stimmen:
Jonas Müller: Das Abschlusstraining war positiv, einzig die Kurve 11 macht phasenweise noch Probleme, ich muss mir das nochmals in der Videoanalyse genau anschauen. Vom Eis her war es jeden Tag anders. Es war heute deutlich härter und um eine Sekunde schneller als gestern, das macht die Materialabstimmung sehr herausfordernd. Ich muss schauen, dass ich am Start voll dabei bin und viermal gut durch die Vier und Elf komme. Wenn mir das gelingt, sollte es nicht so schlecht ausschauen.
Nico Gleirscher: Ich habe mir im Training zum Teil schwergetan, es hat vom Set-up her nicht so funktioniert wie erhofft. Wir haben bei der Abstimmung sehr viel probiert, ich denke es ist ein Schritt in die richtige Richtung gelungen. Man hat gesehen, dass sich die Verhältnisse sehr rasch ändern können und die Bahn innerhalb von einem Lauf um fünf Zehntel schneller werden kann. Ich gehe die Sache unvoreingenommen an, will morgen zweimal sauber runterfahren, dann schauen wir weiter.
Wolfgang Kindl: Prinzipiell ist die Woche sehr gut für mich gelaufen, ich war in allen Trainings vorne dabei. Ich wollte heute beim Set-up noch etwas probieren, aber der erste Lauf hat sich sehr gut angefühlt, nach der Bestzeit habe ich dann nichts mehr verändert. Ich kann sehr zuversichtlich reinstarten, möchte meine Erfahrung so gut wie möglich ausspielen und es über die Konstanz machen. Die Bewerbe sind am Abend, ich hoffe, dass es noch ein bisschen kälter wird, das wäre für uns besser. Die Bahn kommt mir entgegen, ich habe im Training gezeigt, dass sie liegt mir liegt und brauche mich sicher nicht verstecken. Das Ziel ist eine Medaille.
Foto: © FIL/Kristen
Herzlich willkommen beim Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam
Der Rodelsport in Absam blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bereits die Salzbergarbeiter der Saline im Halltal nutzten ihre Rodel im Winter, um am Wochenende ins Tal zurückzukehren. Vor diesem historischen Hintergrund ist es wenig überraschend, dass der Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam, gegründet 1904, mit über 600 Mitgliedern zu den traditionsreichsten und mitgliederstärksten Sportvereinen in Absam zählt. Der Verein unterhält eine eigene Naturrodelbahn und kann auf zahlreiche Medaillengewinne bei Olympischen Spielen, Landes-, Staats- und Weltmeisterschaften zurückblicken, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wintersportvereine Tirols und Österreichs macht.
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Die Ruhe vor dem Sturm, wenn’s endlich losgeht
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