Rodelverein

Swarovski-Halltal-Absam

seit 1904

Herzlich willkommen beim Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam

Der Rodelsport in Absam blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bereits die Salzbergarbeiter der Saline im Halltal nutzten ihre Rodel im Winter, um am Wochenende ins Tal zurückzukehren. Vor diesem historischen Hintergrund ist es wenig überraschend, dass der Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam, gegründet 1904, mit über 600 Mitgliedern zu den traditionsreichsten und mitgliederstärksten Sportvereinen in Absam zählt. Der Verein unterhält eine eigene Naturrodelbahn und kann auf zahlreiche Medaillengewinne bei Olympischen Spielen, Landes-, Staats- und Weltmeisterschaften zurückblicken, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wintersportvereine Tirols und Österreichs macht.
 


News

Halltaler und Olympische Winterspiele – eine lange, erfolgreiche Geschichte

Die Verbindung zwischen dem Rodelverein Swarovski Halltal Absam und den Olympischen Winterspielen ist geprägt von Tradition, Leidenschaft und großem Erfolg. Mit insgesamt vier Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen haben unsere Halltaler bei Olympischen Spielen bleibende Spuren hinterlassen. Seit den Winterspielen 1964 in Innsbruck gingen acht Halltaler und zwei Halltalerinnen für unseren Verein an den Start. Seit Salt Lake City 2002 ist der RV Halltal bei jeder Olympia-Ausgabe mit mindestens zwei Athleten vertreten – eine Tradition auf die wir schon ein bisschen stolz sind.

Der Rodelsport feierte 1964 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck sein Debüt – und mit ihm starteten auch die Halltaler durch. Josef Feistmantl schrieb Vereinsgeschichte, als er als erster Athlet unseres Rodelvereins bei Olympia antrat und gleich Gold holte. Gemeinsam mit seinem Partner Manfred Stengl dominierte er das Herren-Doppel und sicherte sich überlegen den Olympiasieg. Im Herren-Einzel bewies Feistmantl ebenfalls seine Klasse und belegte einen starken fünften Platz. Vier Jahre später ging er erneut an den Start – diesmal bei den Winterspielen in Grenoble/Frankreich – und zeigte wieder Weltklasse. Mit Manfred Stengl im Doppel erreichte er den siebten Platz, im Einzel wiederholte er seinen beeindruckenden fünften Rang aus Innsbruck. Die Erfolge von Josef Feistmantl sind bis heute ein glänzendes Kapitel in der Geschichte unseres Rodelvereins, das seinen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck erreichte, als Jo Feistmantl die Ehre hatte, das Olympische Feuer zu entzünden – ein unvergesslicher Moment nicht nur für ihn und seine Familie.

Sapporo 1972: Angelika Schafferer – Start einer neuen Rodel-Ära
In den 1970er Jahren prägte Angelika Schafferer, die für den RV Halltal startete die österreichische Rodelszene wie keine andere: Sie holte sieben nationale Meistertitel und vertrat Österreich bei drei Olympischen Winterspielen – in Sapporo, Innsbruck und Lake Placid. Auch wenn ihr das Podium bei Olympia verwehrt blieb, setzte sie im neu eingeführten Rodel-Weltcup Maßstäbe: Dreimal hintereinander (1979–1981) sicherte sie sich den Gesamtsieg und schrieb damit Rodelgeschichte. Bis heute ist sie die erfolgreichste Sportlerin unseres Vereins, national wie international. Ihre Leidenschaft für den Sport lebt in der nächsten Generation weiter: Madeleine und Selina Egle sind ihre Großnichten. Mehr brauchen wir an dieser Stelle nicht sagen. 

Superstars im Rodelsport: Die Linger Brüder
Zwischen 1984 und 1998 schickte das NOK Österreich keine Olympiateilnehmer unseres Rodelvereins ins Rennen – doch 2002 in Salt Lake City änderte sich alles. Zwei damals noch völlig unbekannte Jungtalente stürmten die internationale Bühne: Andreas und Wolfgang Linger, gerade einmal 20 und 19 Jahre jung. Ihre erste Olympiateilnahme war ein Sprung ins kalte Wasser der Weltspitze – und sie hielten stand. Mit einem beeindruckenden achten Platz zeigten sie den Routiniers, dass mit ihnen zu rechnen war. Was dann folgte, schrieb Geschichte: 2006 in Turin holten sie Gold, 2010 in Vancouver wiederholten sie diesen Triumph, und 2014 in Sotschi sicherten sie sich Silber. Damit wurden Andreas und Wolfgang Linger zur erfolgreichsten Doppelpaarung der olympischen Rodelgeschichte – eine Bilanz, die noch heute unerreicht ist. Wir vom RV Swarovski Halltal Absam sind stolz auf unsere Ausnahmetalenten, die zu wahren Legenden wurden. Noch heute sind sie dem Rodelsport treu geblieben: Andreas beim Österreichischen Rodelverband und beide als Co-Kommentatoren und Experten beim ORF.

Peter Penz/Georg Fischler: Wieder ein Doppel mit Halltaler Blut
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi standen nicht nur die Linger-Brüder als Aushängeschilder des Halltals im internationalen Rampenlicht. Mit Peter Penz und dem Halltaler Georg Fischler schickte der Rodelverein Swarovski Halltal Absam ein weiteres Doppel ins olympische Rennen – entschlossen, das große Erbe ihrer erfolgreichen Vereinskollegen fortzuschreiben. Von Beginn an war klar, dass der Weg auf die ganz große Bühne kein einfacher sein würde. Lehrgeld gehörte dazu, und mit Rang 18 sammelte das Duo wertvolle Olympia-Erfahrung, die den Grundstein für die weitere sportliche Entwicklung legte. Doch Sotschi hatte noch mehr Halltaler Geschichte zu bieten: Mit Miriam Kastlunger ging – nach Angelika Schafferer – die zweite Olympiateilnehmerin unseres Vereins an den Start. Sie trug die blau-weißen Farben unseres Vereins mit Stolz und erhöhte die Zahl der Olympia-Starter aus dem Halltal bei diesen Spielen auf beeindruckende vier Athletinnen und Athleten – ein Rekord und ein weiterer Beweis für die nachhaltige Nachwuchsarbeit unseres Vereins.

Herren-Doppel Nummer 4: Die Halltaler liefern weiter ab
Während sich Penz/Fischler in Pyeongchang endlich mit der hochverdienten olympischen Silbermedaille im Doppelsitzer belohnten und mit Team-Bronze noch eine Zugabe folgen ließen, stand bereits das nächste Halltaler Erfolgskapitel bereit: Mit Thomas Steu und dem Halltaler Lorenz Koller ging ein hochveranlagtes Junioren-Doppel an den Start – und sorgte sofort für Furore. Platz vier auf Anhieb unter der olympischen Weltelite unterstrich eindrucksvoll das enorme Potenzial des jungen Duos. Das Sahnehäubchen setzte jedoch ein weiterer Halltaler: David Gleirscher, Stubaier und Mitglied des blau-weißen Erfolgsvereins aus Absam, raste völlig überraschend zu Olympia-Gold und krönte damit eine historische Rodel-Woche. Mit insgesamt vier Halltalern im Olympiaeinsatz und einem kompletten Medaillensatz – Gold durch Gleirscher, Silber durch Penz/Fischler und Bronze mit der österreichischen Staffel samt David und Georg Fischler – bewies der Rodelverein Swarovski Halltal Absam einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse.

Peking-Pech für Yannick Müller/Armin Frauscher 
Im Windschatten von Steu/Koller hatte sich nach Pyeongchang mit Müller/Frauscher ein weiteres österreichisches Herren-Doppel in die Weltklasse hochgearbeitet. Wie schon der Vorarlberger Thomas Steu, der mit dem Halltaler Lorenz Koller gute Erfahrungen gesammelt hatte, hat sich auch sein Vorarlberger Vereinskamerad Yannick Müller den Halltaler Armin Frauscher mit ins Boot, respektive auf den Schlitten geholt. Motiviert für den großen olympischen Wurf verletzte sich Yannick beim Training in Peking schwer und beide musste ohne Wettkampfteilnahme frühzeitig abreisen. Steu/Koller holten im Doppel Bronze und im Team die Silbermedaille. Für die Gleirscher-Brüder lief es mit Rang 12 (Nico) und Rang 15 (David) nicht so gut.

In eigener Sache: Start-Orakel für Cortina 2026
Die XXV. Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand–Cortina werfen ihre Schatten voraus. Doch während der Countdown läuft, herrscht im heiligen Gral des Österreichischen Rodelverbands noch gespannte Stille: Die Tiroler Rodel-Fans warten auf den weißen Rauch, der die Namen der Auserwählten verkündet. In den Einzelbewerben scheint vieles bereits entschieden, das Damen-Doppel gilt ohnehin als fix. Damit stehen mit Nico Gleirscher und Dorothea Schwarz zwei weitere Halltaler Olympiastarter in den Startlöchern. Besonders erfreulich: Mit der Absamerin Dorothea dürfen wir bereits unsere dritte Olympionikin im Verein feiern – ein starkes Zeichen für die Nachwuchsarbeit im Halltal.

Doch eine Frage bleibt offen – und sie ist traditionsgeladen: Was wird aus dem blau-weißen Herren-Doppel Müller/Frauscher? Herren-Doppelsitzer aus dem Halltal waren bei Olympia stets ein Versprechen auf Edelmetall – ganz gleich, in welcher Farbe. Diese Erfolgsgeschichte steht nun erneut auf dem Prüfstand, die Entscheidung ist ein echtes Fotofinish. „Das zweite Herren-Doppel werden wir uns genau anschauen“, lässt Cheftrainer Christian Eigentler im Vorfeld wissen. Mehr kann – oder will – man im Kreis der Hüter des Grals wohl nicht sagen. 

Also bringen wir es auf den Punkt: Armin und Yannick – haut in Oberhof einen raus und holt euch das Ticket nach Cortina. Nicht nur für euch. Sondern auch für die Tradition: 3 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze. Halltaler Herren-Doppel wissen, wie Olympiamedaillen gewonnen werden.

Foto: © FIL/Kristen


Mitglied werden:

Wenn Sie Mitglied im Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam werden wollen, füllen Sie bitte beigelegten Antrag aus und senden Sie ihn entweder per E-Mail an obmann@rodelverein-absam.at oder an schriftfuehrer@rodelverein-absam.at oder per Post an

 

Robert A. Thiem

Max-Weiler-Weg 5

6067 Absam

 

Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 10 pro Jahr und Person und sollte auf das Konto bei der

Raiffeisenbank Absam: Kontonummer AT05 3620 0000 0011 7606 eingezahlt werden.

 

Für Fragen steht Ihnen Schriftführer Robert A. Thiem, Tel.: +43 699 1729 7314 gerne zur Verfügung.