Rodelverein

Swarovski-Halltal-Absam

seit 1904

Herzlich willkommen beim Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam

Der Rodelsport in Absam blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bereits die Salzbergarbeiter der Saline im Halltal nutzten ihre Rodel im Winter, um am Wochenende ins Tal zurückzukehren. Vor diesem historischen Hintergrund ist es wenig überraschend, dass der Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam, gegründet 1904, mit über 600 Mitgliedern zu den traditionsreichsten und mitgliederstärksten Sportvereinen in Absam zählt. Der Verein unterhält eine eigene Naturrodelbahn und kann auf zahlreiche Medaillengewinne bei Olympischen Spielen, Landes-, Staats- und Weltmeisterschaften zurückblicken, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wintersportvereine Tirols und Österreichs macht.
 


News

Interview-Fragen an Marco Holzknecht und Riccarda Ruetz

Vor dem Hintergrund des Baus der neuen Naturrodelbahn in Innsbruck/Igls haben wir mit dem Präsidenten des Trioler Rodelverbands Marco Holzknecht und der Gesamtweltcupsiegerin 2025/2026 und Vizeweltmeisterin 2025 Riccarda Ruetz gesprochen.

Für den Präsidenten des Tiroler Rodelverbands, Marco Holzknecht ist die neue Naturrodelbahn in Innsbruck/Igls ein wichtiger Bestandteil zur Förderung des Naturbahnrodelsport und ein zentrales Element im Bildungsprogramm „Sicheres Rodeln“ im Tiroler Rodelverband.

Was bedeutet die neue Alpinrodelbahn in Innsbruck-Igls für den Tiroler Rodelverband?
Marco Holzknecht:
Die neue Alpinrodelbahn in Innsbruck-Igls ist für uns ein bedeutendes Projekt. Sie stellt nicht nur eine Bereicherung für die Infrastruktur des Tiroler Rodelverbands dar, sondern bietet auch eine Plattform zur Förderung des Naturbahnrodelsports. Wir erwarten, dass diese Bahn zahlreiche Athleten anzieht und eine neue Generation von Rodlerinnen und Rodlern inspiriert, wodurch sich das Interesse am Sport steigert.

Nach den beiden Heim-Weltmeisterschaften im Naturbahnrodeln 2021 in Umhausen und 2025 im Kühtai findet im kommenden Jahr bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre eine Alpinrodel-WM in Tirol statt. Ist Tirol damit so etwas wie das heimliche Mekka des Alpinrodelns – und was macht den Standort so besonders?
Definitiv! Tirol hat sich als eine der führenden Regionen für den Rodelsport etabliert. Die Kombination aus idealen meteorologischen Bedingungen, einer hervorragenden Infrastruktur und unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Organisation von Wettkämpfen macht es zu einem perfekten Standort. Darüber hinaus gibt es hier eine leidenschaftliche Fangemeinde, die den Sport unterstützt, was es für Athleten attraktiv macht, hier zu trainieren und Wettkämpfe zu bestreiten.

Der Tiroler Rodelverband leistet seit Jahren Pionierarbeit in den Schulen, insbesondere beim Thema „Sicheres Rodeln“. Welchen Beitrag kann die neue Bahn in Innsbruck-Igls dazu leisten?
Die neue Bahn wird ein zentrales Element in unseren Bildungsprogrammen darstellen. Sie bietet nicht nur eine sichere Umgebung für das Rodeln, sondern ermöglicht auch die Durchführung von Workshops und Schulungen, in denen wir Schülerinnen und Schüler über Sicherheitsaspekte und richtige Fahrtechniken informieren können. So können wir das Bewusstsein für sicheres Rodeln weiter stärken und junge Talente fördern.

Erstmals finden die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zur selben Zeit am selben Ort statt. Welche Synergieeffekte ergeben sich daraus aus Ihrer Sicht – für den Sport, die Athletinnen und Athleten sowie für die Zuschauer?
Die gleichzeitige Durchführung der Weltmeisterschaften schafft eine einmalige Gelegenheit für einen interdisziplinären Austausch. Athleten können voneinander lernen, und Zuschauer haben die Möglichkeit, die Vielfalt des Rodelsports zu erleben. Solch ein Event zieht ein breiteres Publikum an und erhöht die mediale Präsenz beider Disziplinen, was letztlich dem Sport insgesamt zugutekommt.

Inwieweit ist der Tiroler Rodelverband sowohl in die Weltmeisterschaften 2027 als auch zukünftig in den Betrieb und die Betreuung der neuen Bahn in Innsbruck-Igls eingebunden? 
Der Tiroler Rodelverband ist aktiv in die Planungs- und Umsetzungsphase der WM 2027 involviert. Wir arbeiten eng mit den ÖRV zusammen, um sicherzustellen, dass die Bahn den höchsten Standards entspricht. Zudem werden wir das Feedback der Athleten und Trainer nutzen, um die Einrichtung kontinuierlich zu verbessern und optimal für Trainings- und Wettkampfbedingungen zu gestalten.

Für die Gesamtweltcupsiegerin 2025/2026 Riccarda Ruetz ist die neue Naturrodelbahn in Innsbruck/Igls nicht nur eine weitere willkommene  Tainingsstrecke, sondern sie freut sich auch auf weitere Alpin-Weltmeisterschaften „Zuhause“ zu haben.

Du hast mit der Naturrodelbahn im Kühtai deine Heimstrecke direkt vor der Haustüre. Was bedeutet es für dich, nun auch in Innsbruck/Igls eine wettbewerbsfähige Naturbahn quasi vor der Haustüre zu haben?
Riccarda Ruetz: Eine weitere Trainingsstrecke in der Umgebung zu haben, ist ein sehr positiver Input für mein Training und generell für meine Weiterentwicklung. Jede Bahn hat ihre eigene Charakteristik und eine neue Strecke sollte mir hoffentlich bei der Vorbereitung für die neue Saison und auch in der Saison trainingstechnisch helfen. Aufgrund der kurzen Anreise kann ich mehr aus meinen Trainingstagen herausholen und wenn möglich auch mehrere Trainingseinheiten einbauen.

Nach den beiden Heim-Weltmeisterschaften 2021 in Umhausen und 2025 im Kühtai findet bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre eine Alpinrodel-WM in Tirol statt. Was bedeutet es für dich, erneut vor heimischem Publikum um einen WM-Titel kämpfen zu können?
Zuhause und mit viel Unterstützung von meinen Liebsten fühle ich mich am wohlsten. Es gibt mir Kraft und Selbstvertrauen. Zwar ist meine Familie auch bei den meisten „Auswärtsrennen“ dabei, aber in meiner Heimat macht Rodeln einfach am mehr Spaß.

Mit Evelin Lanthaler hat eine deiner langjährigen italienischen Konkurrentinnen nach der WM 2025 ihre Karriere beendet. Verändert das etwas an der Ausgangslage für dich – und wie gehst du mit der Erwartung um, in Innsbruck/Igls Weltmeisterin zu werden?
Ich werde mich weiterhin ganz klar auf meine Leistung konzentrieren und an meinen Fähigkeiten arbeiten. Die beste Herangehensweise, gut in die Saison starten und später top vorbereitet zur Heim-WM in Innsbruck-Igls anreisen zu können. Meine Erwartungen an mich selber sind, wie bereits gesagt, mein Bestes zu geben und mein Können zu zeigen.

Erstmals finden die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zeitgleich am selben Ort statt. Wie beurteilst du diese Kombination, und was erwartest du dir von dieser besonderen WM – sportlich und für den Rodelsport insgesamt?
Ich freue mich riesig auf die Doppel-WM, die mehr Spektakel und Spannung bietet. Meine Sportart ist eine Randsportart und ich hoffe, dass mit einer solchen Veranstaltung mehr mediale Aufmerksamkeit, Anhänger, Sportler und Fans generiert werden können. Ich hoffe nur noch auf gutes „Rodelwetter“ und dann sollte es sich auch generell positiv auf den Alpin-Rodelsport auswirken.

Auf der neuen Naturrodelbahn in Innsbruck/Igls steht offenbar weniger die reine Geschwindigkeit als vielmehr Fahrtechnik und Linienwahl im Vordergrund. Kommt dir dieser Bahncharakter entgegen, oder fühlst du dich auf schnellen Highspeed-Bahnen wohler?
Ich bin ein großer Fan von technisch anspruchsvollen Bahnen und deshalb würde es mich freuen, wenn sich die fertige Bahn dann als eine solche herausstellt. Laut Plan soll sie für viel Aktion und Spannung sorgen.

Wenn du an Innsbruck/Igls denkst: Was spricht aus deiner Sicht für dich – die Heimkulisse, die Bahn oder deine Erfahrung?
Ich freue mich auf diese Heim-WM und ich hoffe einfach, vor einer tollen Kulisse mein Bestes geben zu können. Ob mir die Bahn liegen wird, wird sich zeigen und von Erfahrung zu sprechen ist schwer, da ich mich mit 22 auch noch nicht wirklich zu den erfahrenen Athleten zählen würde.

Foto: © Robert Thiem

Foto, v.l. n.r. Marco Holzknecht (Tiroler Rodelverbandspräsident), Helmut Thaler (Doppelsitzer/Olympia-Silber, 1964), Christine Keth (interimistische Geschäftsführerin Innsbruck), Gerald Kammerland (Sportdirektor Alpin Rodeln), Johannes Anzengruber (Innsbrucks Bürgermeister), Markus Prock (Rodel Austria Präsident), Mathias Stang (Leiter Wald und Natur Amt)
 


Mitglied werden:

Wenn Sie Mitglied im Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam werden wollen, füllen Sie bitte beigelegten Antrag aus und senden Sie ihn entweder per E-Mail an obmann@rodelverein-absam.at oder an schriftfuehrer@rodelverein-absam.at oder per Post an

 

Robert A. Thiem

Max-Weiler-Weg 5

6067 Absam

 

Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 10 pro Jahr und Person und sollte auf das Konto bei der

Raiffeisenbank Absam: Kontonummer AT05 3620 0000 0011 7606 eingezahlt werden.

 

Für Fragen steht Ihnen Schriftführer Robert A. Thiem, Tel.: +43 699 1729 7314 gerne zur Verfügung.