Cortina d’Ampezzo präsentierte sich am Dienstag von seiner winterlichsten Seite. „Schnee in den Dolomiten: Jetzt ist wirklich Winter“, sagte der zweifache Olympia-Silbermedaillengewinner Wolfgang Kindl. Auf der neuen Olympiabahn stand für die Damen und Herren Einzel im Rodelteam das erste Training auf dem Programm.
Systematisches Training bei Olympischen Spielen bedeutet: Die Herren fahren vom Damenstart, die Damen vom Juniorenstart – alles ohne Zeitnehmung. Der Fokus liegt dabei auf Linienwahl, Gefühl für Eis und Bahn sowie auf technischen Details. Kennenlernen eines Eiskanals auf eine andere Art und Weise. Einer Bahn im Olympic Sliding Center in Cortina d’Ampezzo, die nach der italienischen Bob-Legende Eugenio Monti benannt wurde, 16 Kurven aufweist, 1.445 Meter lang ist, 107,2 Meter Höhenunterschied überwindet und ein durchschnittliches Gefälle von 8,4 Prozent hat.
"Was man auf der Rodel spürt“
Wolfgang Kindl, der vor seiner fünften Olympiateilnahme steht und zuletzt in Peking 2022 zweimal Silber gewann – im Einsitzer und im Team – ist beeindruckt: „Es ist eine coole Bahn. Wir waren ja schon im November zwei Wochen da, aber vom Eisaufbau ist es jetzt ein bisschen anders. Es ist mehr Eis in der Bahn und das macht es nicht unbedingt leichter.“ Entscheidend seien vor allem „die Ein- und Ausfahrten, die Knackpunkte, wo man teilweise sehr wenig spürt, aber im richtigen Moment die richtigen Lenkpunkte treffen muss“. Das systematische Training ohne Zeitnehmung habe dabei einen eigenen Wert, meint der 37-jährige Tiroler: „Das haben wir alle vier Jahre. Es ist ganz komisch, aber vielleicht gar nicht schlecht, weil man sich voll auf das konzentrieren kann, was man auf der Rodel spürt.“
Dorothea Schwarz beeindruckt vom Olympia-Flair
Für unsere Dorothea Schwarz war es ein besonderer Tag. Die 21-jährige Olympia-Debütantin zeigte sich nach ihrem ersten Training angetan: „Es ist eigentlich ganz gut gegangen. Die oberen Kurven haben noch nicht so genau gepasst, aber wir sind ja noch nicht von der offiziellen Starthöhe gefahren. Beim Rennen ist das dann wieder etwas anderes, und ich freue mich schon auf das nächste Training vom Damenstart.“ Besonders beeindruckt zeigte sich die junge Absamerin vom Umfeld der Winterspiele: „Gestern war ich komplett geflasht, bei den Olympischen Ringen zu stehen und die vielen Sportlerinnen und Sportler aus allen möglichen Nationen im Olympischen Dorf zu sehen. Dass wir alle an einem Ort sind, ist wirklich cool.“ Und auch das Sammeln der olympischen Pins hat bereits begonnen: „Ich habe schon fleißig gesammelt – noch nicht so viele wie die Lisa, aber ich bin dabei.“
Legende am Rande der Bande
An der Bahn stand mit Georg Hackl eine der größten Persönlichkeiten des Rennrodelns. Der dreifache Olympiasieger erlebte als Athlet sechs Winterspiele, nun sind es seine fünften als Trainer – erstmals für Österreich. „Der erste Eindruck ist sehr gut“, sagte Hackl nach dem Training. „Das Eisprofil hat sich seit dem letzten Mal etwas verändert. Ich glaube, dass es technisch nicht einfacher geworden ist, aber unsere Athleten haben sich sehr gut geschlagen. Sie werden das in den Griff bekommen.“ Ob sich das Gefühl unter rot-weiß-roter Flagge von früher unterscheide? „Das olympische Flair ist immer dasselbe“, so Hackl. „Wir Rodler wissen, das ist unser wichtigster Auftritt im vierjährigen Zyklus – und da wollen wir performen.“
Text: ÖOC/RT
Foto: © OÖC/RT
Herzlich willkommen beim Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam
Der Rodelsport in Absam blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bereits die Salzbergarbeiter der Saline im Halltal nutzten ihre Rodel im Winter, um am Wochenende ins Tal zurückzukehren. Vor diesem historischen Hintergrund ist es wenig überraschend, dass der Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam, gegründet 1904, mit über 600 Mitgliedern zu den traditionsreichsten und mitgliederstärksten Sportvereinen in Absam zählt. Der Verein unterhält eine eigene Naturrodelbahn und kann auf zahlreiche Medaillengewinne bei Olympischen Spielen, Landes-, Staats- und Weltmeisterschaften zurückblicken, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wintersportvereine Tirols und Österreichs macht.
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Minus 2 Tage: Erstes Rodel-Training auf der neuen Olympiabahn
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