Rodelverein

Swarovski-Halltal-Absam

seit 1904

Herzlich willkommen beim Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam

Der Rodelsport in Absam blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bereits die Salzbergarbeiter der Saline im Halltal nutzten ihre Rodel im Winter, um am Wochenende ins Tal zurückzukehren. Vor diesem historischen Hintergrund ist es wenig überraschend, dass der Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam, gegründet 1904, mit über 600 Mitgliedern zu den traditionsreichsten und mitgliederstärksten Sportvereinen in Absam zählt. Der Verein unterhält eine eigene Naturrodelbahn und kann auf zahlreiche Medaillengewinne bei Olympischen Spielen, Landes-, Staats- und Weltmeisterschaften zurückblicken, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wintersportvereine Tirols und Österreichs macht.
 


News

Rodeln in Innsbruck – Eine lange Tradition

Rodeln blickt in Innsbruck auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück. Was zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Igls als beliebtes Volks- und Ausflugsrodeln begann, entwickelte sich schnell zu einem sportlich geprägten Rennrodeln. Mit der Aufnahme des Rodelsports als Disziplin bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck erreichte die Entwicklung des sportlichen Rodelns ihren vorläufigen Höhepunkt.

Innsbruck und insbesondere das bis 1942 eigenständige Igls gehörten bereits im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu den bedeutenden Wintersportorten Tirols. Neben dem Skisport erfreute sich auch das Rodeln großer Beliebtheit. Eine der frühen und besonders bekannten Rodelstrecken führte im Süden von Innsbruck von Heiligwasser nach Igls. Der Weg zum Gasthof Heiligwasser, der 1912 als Fahrweg eröffnet wurde, war bereits um die Jahrhundertwende eine beliebte Rodelstrecke. Der Start befand sich auf rund 1.240 Metern Seehöhe beim Wirtshaus neben der Wallfahrtskirche Heiligwasser, das Ziel auf rund 870 Metern oberhalb der ersten Häuser von Igls. Auf einer Länge von etwa drei Kilometern wurden dabei rund 370 Höhenmeter überwunden.

Der Streckenverlauf lässt sich heute noch weitgehend nachvollziehen: Von Heiligwasser führte die Rodelbahn über den Heiligwasserweg zur Kreuzung mit der Römerstraße, anschließend über einen geraden Abschnitt, ein kurzes Waldstück und mehrere Kurven bis zu einer großen, ausschweifenden Linkskurve und der Schlusskurve oberhalb von Igls.

1910: Die erste technisch präparierte Rodelbahn
Einen wichtigen Entwicklungsschritt setzte der Wintersportverein Igls bereits 1910. Ausgehend von der Römerstraße wurde die bestehende Naturrodelstrecke über den Heiligwasserweg bis oberhalb von Igls teilweise zu einer technisch präparierten Sport- und Rodelbahn ausgebaut. Die Strecke verfügte über Kurven und Überhöhungen und wurde für Bob, Rodel, Skeleton und Monogleiter genutzt. Teile der Bahn wurden künstlich hergerichtet und mit Eis präpariert. Interessant auch die Bahnbeschreibung (Stadtarchiv Innsbruck): 

„Die Bahn ist durchaus ungefährlich, da sie vollkommen in freiem Gelände liegt und auch in dem oben erwähnten Waldstück die Bäume weit mehr als zehn Meter von der Bahn entfernt sind. Die Kurvenüberhöhungen sind vier Meter hoch, so daß ein Überfahren ausgeschlossen ist. Start und Ziel der 1400 Meter langen Bahn mit durchschnittlich neun Prozent Gefälle sind telephonisch verbunden, die Zeitnehmung erfolgt auf automatische Weise.“

Spannend auch, dass die Bahn sechs Jahre nach der offiziellen Eröffnung der Natureisbahn von St. Moritz gebaut wurde. Damit markiert die Igler Bahn einen wichtigen Übergang vom ursprünglichen Rodeln auf natürlichen Wegen hin zum organisierten und technisch anspruchsvolleren Rodelsport. Bereits 1914 wurden in Igls österreichische Meisterschaften im Rodeln ausgetragen, und Igls etablierte sich damit früh als bedeutender Austragungsort für Rodelwettkämpfe. Auch im Bobsport gewann die Bahn internationale Bedeutung: 1935 fanden in Igls Bob-Weltmeisterschaften statt.

Die 1950er-Jahre: Innsbruck wird zum internationalen Rodelzentrum
Nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog sich im Rodelsport ein deutlicher Wandel. Aus dem Freizeit- und Vereinsrodeln entwickelte sich zunehmend ein moderner Leistungssport. Igls nahm dabei eine zentrale Rolle ein. 1951 wurden auf der alten Igler Naturrodelbahn die Rodel-Europameisterschaften ausgetragen. Sie waren zugleich die letzten großen internationalen Rodelmeisterschaften auf dieser Naturbahn. Der internationale Rodelsport professionalisierte sich in dieser Zeit zunehmend. Gleichzeitig zeichnete sich eine Entwicklung ab, die den Sport nachhaltig verändern sollte: Naturbahn- und Rennrodeln auf technisch gebauten Kunstbahnen begannen, sich organisatorisch und sportlich voneinander zu lösen.

Eine neue Ära: Naturbahn und Kunstbahn
1954 erhielt der Rodelsport grundsätzlich die olympische Qualifikation. 1959 fiel schließlich die Entscheidung, Rennrodeln bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck erstmals als olympische Disziplin auszutragen. Damit begann eine neue Ära. Für die Olympischen Winterspiele 1964 wurden ab 1962 in Innsbruck/Igls eine neue Rodel- und eine neue Bobbahn errichtet. Igls entwickelte sich dadurch vom traditionellen Naturbahnstandort zu einem internationalen Zentrum des Kunstbahnrodelns. Mit dem Bau der neuen Anlagen verlor die alte Naturrodelbahn von Heiligwasser nach Igls ihre sportliche Bedeutung und wurde schließlich aufgelassen. Für die Olympischen Winterspiele 1976 entstand in Innsbruck/Igls eine kombinierte Bob-, Rodel- und Skeleton-Kunsteisbahn. Damit wurde der Standort endgültig zu einem der bedeutenden internationalen Zentren des Kunstbahnsports.

Rodeln in Innsbruck am Scheideweg
Mit den Olympischen Winterspielen 1964 verlagerte sich der Schwerpunkt des Innsbrucker Rodelsports zunehmend auf das Rennrodeln auf der neuen Kunsteisbahn. Gleichzeitig entwickelte sich das Tiroler Inntal zu einem Zentrum des internationalen Naturbahnrodelns. Insbesondere Umhausen und Inzing gewannen dabei an Bedeutung. Mit den Union-Winterkampfspielen 1975 entwickelte sich Inzing zu einem wichtigen Naturbahnstandort. Die erste Weltmeisterschaft im Naturbahnrodeln in Inzing trug schließlich wesentlich dazu bei, Tirol als internationales Zentrum dieser jungen Disziplin zu etablieren. Während sich in Innsbruck/Igls der Kunstbahnsport konzentrierte, nahm das Naturbahnrodeln im Tiroler Umland eine eigenständige Entwicklung. Das Bundesleistungszentrum West für den Naturbahnsport in Umhausen steht heute für diese Tradition und die fortdauernde Bedeutung Tirols für den Naturbahnrodelsport.

Die Geschichte des Rodelns in Innsbruck erzählt damit auch die Geschichte zweier Wege: Aus einer gemeinsamen Tradition auf natürlichen Rodelstrecken entwickelten sich das technisch geprägte Rennrodeln auf Kunsteisbahnen und das Naturbahnrodeln als eigenständige Sportart. So spielten Igls und Innsbruck bei dieser Entwicklung von den ersten organisierten Rennen bis zur olympischen Bühne eine zentrale Rolle. 

Kunstbahn- und Alpinrodel-WM reunited
Das Allerbeste zum Schluss: Die Kunstbahn- und Alpinrodel-WM 2027 werden am selben Ort und im selben Zeitraum in Innsbruck/Igls stattfinden. Eine absolut wunderbare Premiere. Beide Bahnen benutzen denselben Zielraum und es ist sogar eine gemeinsame Medal Plaza vorgesehen. Das macht die neue Heiligwasserbahn sporthistorisch ziemlich interessant: Die alte Olympiatrasse von 1964 wird quasi neben der modernen Olympia-Kunsteisbahn wiederbelebt.

Foto: © Stadtarchiv Innsbruck: Rodler bei Heiligwasser 1906
 


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Wenn Sie Mitglied im Rodelverein Swarovski-Halltal-Absam werden wollen, füllen Sie bitte beigelegten Antrag aus und senden Sie ihn entweder per E-Mail an obmann@rodelverein-absam.at oder an schriftfuehrer@rodelverein-absam.at oder per Post an

 

Robert A. Thiem

Max-Weiler-Weg 5

6067 Absam

 

Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 10 pro Jahr und Person und sollte auf das Konto bei der

Raiffeisenbank Absam: Kontonummer AT05 3620 0000 0011 7606 eingezahlt werden.

 

Für Fragen steht Ihnen Schriftführer Robert A. Thiem, Tel.: +43 699 1729 7314 gerne zur Verfügung.